Montag, 23. September 2019

09. Februar 2008 - Feuer

Selbst bei der Feuerwehr kann es mal brennen.

Durch einen Kurzschluss am Kompressor, der die Fahrzeuge im Feuerwehrgerätehaus mit Luft versorgt, wurde das Feuer ausgelöst.
Es brannten einige Gegenstände wie Stiefel, Hosen und Jacken an. Durch die starke Rauchentwicklung wurden Gebäudewände und die Decke verrußt.
Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, da ein in der Nachbarschaft wohnender Feuerwehrkamerad es rechtzeitig bemerkte.

17. Dezember 2007 - Feuer

Bericht aus der Landeszeitung vom 18.12.2007

Feuer zerstört Warders Traditionsgaststätte
Sie lag idyllisch direkt am Wardersee: Die Gaststätte „Zum Assmus“ ist gestern bei einem Feuer zerstört worden. Trotz des Gewässers waren die Löscharbeiten schwierig: Den Wehren fehlte es an Personal, das mit Atemschutz arbeiten kann.

 

Warder/mn/jkr

Bei einem Großbrand ist gestern Warders Traditionsgaststätte „Zum Assmus“ komplett zerstört worden. Auch die Wohnung der Pächter im selben Haus brannte vollständig aus. Der Inhaber wurde mit einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Vermutlich hatte er versucht, seine Habseligkeiten zu retten.

Die Freiwilligen Feuerwehren Warder, Groß Vollstedt, Nortorf, Blocksdorf, Bordesholm, Ellerdorf und Langwedel waren im Einsatz – nicht nur wegen der Größe des Feuers, sondern auch, weil viele Feuerwehrleute mit Atemschutz gebraucht wurden. Ein Problem am Montagmorgen:Vor allem im ländlichen Raum sind nur wenige dieser Spezialisten greifbar, wenn die Arbeitswoche gerade begonnen hat. Viele sind in den Städten bei der Arbeit.

Atemschutz war dringend erforderlich, weil die spezielle Konstruktion mit einer doppelten Dachhülle für enorme Qualmentwicklung sorgte. Die Dorfstraße musste weiträumig gesperrt werden. Das Dach stürzte später in sich zusammen. Die Trümmer wurden mit einem Bagger abgetragen.

Wie das Feuer entstanden ist, ist noch unbekannt – die Feuerwehr vermutet einen technischen Defekt an einem Wäschetrockner. Der Sachschaden beträgt mehrere 100 000 Euro.

Warders Bürgermeister Jürgen Lucht war sichtlich betroffen, dass die Traditionsgaststätte seiner Gemeinde und Ort für die meisten Weihnachtsfeiern dort, zerstört ist. Er fühlt vor allem mit den Pächtern. „Eine Wohnung, in der sie unterkommen können, haben sie“, sagte der Bürgermeister. „Aber trotzdem: Zu Weihnachten sind sie obdachlos.“


 

Bericht aus dem Feuerwehrmagazin Nr. 3/2008

Im Feuerwehr Magazin wurde ein sehr interessanter Bericht vom Assmus-Brand geschrieben.

Durch einen Klick auf das Logo wird der Bericht geöffnet.

 

 

06. Februar 2006 - Übung

Bericht aus der Landeszeitung vom 07.02.2006

Feuerwehr probt Rettung aus eisigen Fluten
In einer großen Übung haben Feuerwehr,DRK-Ersthelfer und Polizei trainiert, Menschen zu retten,
die ins Eis eingebrochen sind. Ein Szenario, das schnell zum Ernstfall werden kann.

Langwedel/sim

Ganz langsam robbt Feuerwehrmann Thorsten Laß über den zugefrorenen Pohlsee. Der Eisendorfer hat nur ein Ziel. Er will den in der Mitte des Sees im Eis eingebrochenen Mann retten. Was so dramatisch anmutete, war glücklicherweise kein Ernstfall. Die Nortorfer Feuerwehr veranstaltete am Sonntag in Langwedel eine große Eisrettungsübung.

„Allein hätte ich keine Chance gehabt, mich aus dem Eisloch zu befreien. Das hätte ich nicht gedacht“, staunte Hobbytaucher Ralf Rohwer aus Borgdorf-Seedorf. In einen speziellen Wärmeanzug gehüllt spielte der 27-Jährige das Opfer. Gut 30 Minuten hätte er es so geschützt in dem zwei Grad kalten Wasser ausgehalten.

„Die größte Gefahr für ins Eis eingebrochene Personen ist die starke Unterkühlung und die dadurch schwindenden Kräfte. Zusammen mit dem Abwärtstrieb schwerer Winterkleidung führt dies meist schon nach etwa fünf Minuten zum Ertrinken“, erklärten die Einsatzkräfte.

„Das ist super, dass wir dieses Szenario einmal üben können. So ein Einsatz kann uns im Moment jeden Tag ereilen“, sagte Amtswehrführer Dirk Arendt. Durch Zufall hatte Thomas Schröder, Zugführer bei der Nortorfer Wehr, von Eistauchplänen der Tauchgruppe um den Schülper Martin Kloss gehört. Schröder nutzte die Gelegenheit und plante die realitätsnahe Übung. Neben der eigenen Wehr und den Sporttauchern machten auch die Feuerwehren aus Blocksdorf, Borgdorf-Seedorf, Eisendorf, Langwedel und Warder mit. Hinzu kamen Ersthelfer der DRK-Ortsvereine Nortorf und Bordesholm sowie Vertreter der Polizeizentralstation Nortorf.

Vor Übungsbeginn hatten die Organisatoren mit schweren Kettensägen ein Loch in das etwa 15 Zentimeter dicke Eis geschnitten. Jede Wehr hatte dann eine halbe Stunde Zeit, ein eingebrochenes Opfer zu bergen.

Um die Auflage möglichst großflächig zu verteilen, lagen die Einsatzkräfte auf Steckleitern, die sie in Richtung Eisloch schoben. „Gleich hast Du es geschafft, ganz ruhig“, rief Thorsten Laß dem eingebrochen Ralf Rohwer zu. Behutsam zog er ihn aus dem Loch auf die Leiter. Vom Ufer aus wurden beide dann mit einer Leine an Land gezogen.

Wer als Unbeteiligter einem Eingebrochenen zur Hilfe eilen muss, sollte unbedingt einige Hinweise beachten: „Man darf dem Opfer niemals die Hand reichen. Der Verunglückte ist in Panik und kann einen mit ins Wasser reißen. Besser man nimmt einen Ast oder ähnliches“, sagte Thomas Schröder. Helfer sollten sich zudem flach auf das Eis legen und sich unbedingt anleinen, zur Not auch mit einem Abschleppseil oder mit einer Hundeleine.

Ein Geretteter sollte möglichst wenig bewegt werden, dies könnte sonst zum so genannten Bergungstod führen. „Es kommt kaltes Blut aus den Extremitäten in den wärmeren Körperkern und kann einen Herzstillstand verursachen“, erläuterte Schröder, der selbst ausgebildeter Rettungssanitäter ist.

Angeleint und mit Steckleiter rettet Thorsten Laß (links) den eingebrochenen Sporttaucher Ralf Rohwer. Foto: Schimrock

 

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