Donnerstag, 14. Dezember 2017

Chronik

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Warder

 

Im Mittelalter wird in jedem Dorf neben dem Bauernvogt ein Brandaufseher gewählt. Er hat die Schäden zu begutachten und darauf zu achten, dass in jedem Haus eine Leiter, ein Nothaken und zwei Wassereimer aus hartem Leder bereit gestellt sind. Er ist für die Brandbekämpfung verantwortlich.

 

Seit 1650 gibt es die Brandgilden. Ihnen kann man beitreten und erhält im Schadensfall eine Entschädigung. Sie reicht meist nicht aus, um den Brandschaden zu decken. Das führt dazu, dass sich die Hauseigentümer in verschiedenen Brandkassen “versichern” lassen.

 

Ab 1742 werden die gemeinnützigen Amtbrandkassen gegründet.
1570 brennt bei einem Großfeuer in Nortorf das Pastorat des bekannten Pastors Meigerius aus. Alle Kirchenbücher verbrennen.
Erst 1812 erwirbt Nortorf eine Feuerwehrspritze.

 

Bei einem Löscheinsatz in Langwedel 1877 ist auch eine Spritze aus Warder angerückt. Sie wird vom Klostervogt zurückgeschickt, da nach seiner Meinung der Brand schon unter Kontrolle ist. Das ist bitter, da nur der Brandeinsatz selbst oder die Löschhilfe mit Geld belohnt wird. (W. Sarnow)

 

1882 muss die Gemeinde die Reinigung der Spritze mit 5 Goldmark bezahlen. Eine weitere Protokollaussage bestätigt, dass im Jahre 1925 ein Feuerlöschbrunnen gebaut werden sollte. Daraus geht klar hervor, dass die Feuerwehr schon über 100 Jahre existiert hat. Sie ist aber nicht “freiwillig”

 

Das Gründungsdatum der “Freiwilligen Feuerwehr Warder” kann genau auf den 01. Mai 1933 festgelegt werden.
Bis 1946 muss sich die Feuerwehr mit einer Handspritze begnügen. Dann kann endlich eine Motorspritze angeschafft werden. 1949 kommen verschiedene Schläuche und ein Anhänger hinzu. 1955 ist die Spritze defekt. Sie kann aus finanziellen Gründen nicht repariert werden.

 

1956 wird eine Magirus-Spritze angeschafft. 1959 erhält die Feuerwehr Warder, mit finanzieller Unterstützung von Franz Weinert (3.000 DM) einen VW Bus.

 

1974 muss wegen der Anschaffung eines neuen, größeren Löschwagens ein neues Gerätehaus gebaut werden. Es entsteht auf dem ehemaligen Schulplatz in der Schulstraße. Die Gemeinde stellt dazu 82.000 DM zur Verfügung.

 

1981 kann ein gebrauchter Tanklöschwagen angeschafft werden.

 

1983 feiern 40 aktive Mitglieder der “Freiwilligen Feuerwehr Warder” den 50. Gründungstag. Wehrführer Klaus Untiedt nimmt das “silberne Beil” als Leistungswertung und zur Ehrung aller aktiven Mitglieder entgegen.

 

Eine Feuersirene wird auf das Haus von Rudolf Kaack installiert.

 

1991 am 31.08. wurde der An- und Ausbau des Feuerwehrgerätehauses gefeiert. Gleichzeitig wurde die von Franz Weinert gestiftete Standarte eingeweiht.

 

1999 In dem Ferienhausgebiet “Am Hammer” brannte am 20.12. ein Haus vollständig nieder. Der Sachschaden betrug 170.000 DM.

 

2001 wird der freiwilligen Feuerwehr Warder in einer Feststunde der Feuerlöschwagen LF8/6 übergeben. Sein Wassertank fasst 600l.
Er kostete 280.000 DM.

 

2002 Großbrand in Warder. In der Nacht vom 18. auf den 19.12.2002 brannte in der Dorfmitte ein ehemaliger Bauernhof nieder. Dieser Hof bestand aus 10 Wohnungen und einer Heilpraktikerpraxis. Der Sachschaden betrug hier etwa 1 Million Euro. Wesentlich schlimmer ist aber, dass ein Mann bei dem Brand ums Leben kam.

 

2007 Wieder ein Großeinsatz für die Warderaner Feuerwehr. Am Morgen des 17.12.2007 brannte der Assmus komplett nieder. Schuld für dieses Unglück ist ein defekter Wäschetrockner. Der Sachschaden betrug mehrere 100.000 Euro. Im September 2008 konnte der Assmus an gleicher Stelle neu eröffnen.

 

2008 wurde die Freiwillige Feuerwehr Warder 75 Jahre alt. Am 13.09. wurde unter großer Beteiligung der Bevölkerung  ein “Tag der offenen Tür” veranstaltet.

 

2010 An einem Tag im August wurden wir insgesamt 3 mal gebraucht. 2 mal mussten wir ein Haus in der Dorfstr. löschen. Es konnte nicht gerettet werden.
Heute steht an der gleichen Stelle ein neues Haus

 

2013 feierten wir unseren 80. Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür

 

2013 erhielten wir den ersten Stern bei der Leistungsbewertung “Roter Hahn”

 

2015 trat der bisherige Wehrführer Hans Hermann Bracker nach 24 Jahren als Wehrführer nicht erneut zur Wahl an. Sein Nachfolger wurde Herbert Untiedt.

 

Wehrführer:
1933 - 1948 Fritz Maschmann
1945 - 1947 Hans Struck
1948 - 1952 Max Ott
1952 - 1956 H. Untiedt
1956 - 1960 Max Ott
1960 - 1968 Klaus Jöhnk
1968 - 1984 Claus Untiedt
1984 - 1990 Eggert Ott
1990 - 2015 Hans Hermann Bracker
2015 -          Herbert Untiedt

 

Die Feuerwehr leistet seit ihrer Gründung einen ganz wesentlichen Beitrag zum kulturellen Leben der Gemeinde. Nicht nur der Feuerwehrball im März eines jeden Jahres, sondern auch die vielen Ausflüge tragen zur Gemeinsamkeit des dörflichen Lebens bei. Ohne sie können die zahlreichen festlichen Anlässe in ihrer Vor- und Nachbereitung gar nicht stattfinden. (z.B. 1. Mai oder Dorffest)

 

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